Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die neue Fischaufstiegshilfe. Rund eine Million Euro wurden in einen sogenannten modifizierten Denilpass investiert, der Fischen ermöglicht, das Wehr künftig wieder zu überwinden und vom Unter- ins Oberwasser zu gelangen.
Die Fischtreppe ist für unterschiedliche Arten und Größen ausgelegt: Auch schwimmschwache, sohlorientierte Fische wie die Koppe können sie passieren. Gleichzeitig bietet sie ausreichend Raum für größere Fische bis hin zur rund 90 Zentimeter langen Seeforelle.
Damit wird ein bislang unterbrochener Wanderkorridor wieder geöffnet. Ziel ist es, Fischen den Zugang zu ihren ursprünglichen Laichgebieten im Montafon und Klostertal zu erleichtern und so Lebensräume entlang der Ill wieder besser miteinander zu vernetzen.
Neben den ökologischen Maßnahmen wurde auch die technische Infrastruktur des Brunnenfelder Wehrs umfassend modernisiert. Dazu zählen eine automatische Rechenreinigung und ein neuer Solräumer. Reinigungs- und Transportvorgänge können dadurch weitgehend automatisiert erfolgen. Das erhöht die Betriebssicherheit, reduziert den Wartungsaufwand und hilft, Erzeugungsverluste zu vermeiden.
Gemeinsam mit dem Illverband wurde außerdem angelandetes Material aus dem Bereich des Auslaufs der Klarenbrunn-Unterstufe entfernt. Dort hatten sich Ablagerungen von mehr als zwei Metern gebildet, die zuletzt Leistungsverluste von rund 30 Prozent verursacht hatten. Durch die Räumung kann das Wasser wieder besser abfließen und die Anlage effizienter arbeiten.
Zusätzlich wurden bestehende Anlagenteile automatisiert und erneuert. Ältere Stahlbauteile wurden überarbeitet oder ersetzt.
Mit den umfassenden Modernisierungsmaßnahmen ist die Kraftwerksgruppe Klarenbrunn technisch für die Zukunft gerüstet. Das Projekt verbindet dabei zwei zentrale Ziele: eine zuverlässige und effiziente Nutzung der Wasserkraft und die Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit der Ill.